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Yearly Archives: 2011

die blumen stehn am wegesrand ganz still und stumm. sie blühen einfach vor sich hin und tun nichts böses. sie sind nicht konsumorientiert, eifersüchtig, erfolgsgierig, nachdenklich, verschlossen, trübseelig; sie rauchen nicht und missbrauchen niemanden, auch trinken sie keinen alkohol (zumindest nicht in übermaßen) oder konsumieren irgendwelche drogen. 

die straßenbahn kommt gleich. 

die wartenden menschen sehen nicht. sie sehen nichts. sie sind versunken in gedanken, grübeln über dieses und jenes, vergessen gänzlich die umwelt zu betrachten. ausnahmen bestätigen die regel – trifft hier zu. sie sind in sich gekehrt, arbeiten tag für tag ohne jegliches gefühl, dirigieren dabei ihre körpereinheiten mit dem kopf (mehr oder weniger) durch die welt und erledigen allerhand dinge – ohne dabei richtig wach zu sein. der konsum versucht seelische defizite wieder gut zu machen – vergeblich. die menschen versinken darin. konsumieren lebensmittel aus plastiktüten, verbinden sich netzwerkartig mit anderen via mobiler telefontechnologie, täuschen dabei sozialität vor. manche helfen alten und behinderten menschen, sind dabei selbst hilfebedürftig – sind seelisch erkaltet. menschen rauchen in ihre lungen, ohne dabei etwas zu schmecken, ohne den rauch zu fühlen, ohne ihn zu sehen. menschen trinken alkohol, ohne ihn zu schmecken – fühlen tun sie ihn. sie fühlen sich dann betäubt, betäubt von alle dem, was ihnen so schwer auf herz und seele liegt – schmerz. sie wollen den alltäglichen schmerz nicht ertragen, ablenkung bietet die heutige welt mehr denn je. keine liebe zu nichts und niemandem.

die negative seite führt unweigerlich zur positiven. das schöne, das erfreuliche, das liebevolle gibt es; erscheint allerdings im verborgenen zu schlummern.

öffnet sich das innere auge, welches der schlüssel zu gefühl und liebe ist, so werden dinge sichtbar, welche zuvor verborgen blieben.

irgendwie unpassend hier der stern eines alten mercedes, welcher am straßenrand dastand. der mercedes hatte schon mindestens 30 jahre am buckel (fahrgestell), erfreute sich allerdings noch bester technischer gesundheit – wie es schien. wundervoll!

die türverkleidung meines benz wurde gestern restauriert, dabei kamen daten zum vorschein. 17. juli 1990, das herstellungsdatum der türverkleidung. ein wahnsinn. alt. aber noch immer ganz gut, und jetzt noch viel besser. denn schrauben ersetzen nun die zuvor schon ausgebrochenen plastiknieten der armlehne. kein knarzen, rattern, rütteln und wackeln mehr. luxus pur.

(2 comments)

nichts ist erkennbar, sichtbar, eindeutig.

alles ist versteckt, unerkenntlich, wirr.

der fuß muss heute ordentlich gelüftet werden – bei diesen warmen, sommerlichen temperaturen. heiß wirds im schuh dadurch, die sonne hat überall am körper angriffsmöglichkeiten. also wird ausgepackt…

auch der baum im hintergrund ist ins licht der sonne gerückt und lässt dadurch seine herrlich saftigen blätter grünes licht abstrahlen…

maserung statt masern…

auch die brille reflektiert, vor allem das sonnenlicht – so solls sein – augenschutz! brille fungiert allerdings auch als spiegel, die umwelt wird so sichtbar…

der sonntag.

ein weiterer fuji superia 200 hat seinen weg aus der filmkapsel gefunden, sich anschließend hinter einer linse, zu belichtungszwecken, vorbeigeschlichen und dann – wie so oft – wieder in die kapsel zurückgezogen. ein sehr scheues wesen dieser film, allerdings nur vor der entwicklung! 

danach lässt er sich gerne blicken und sogar im durchlichtscanverfahren digitalisieren. der film entwickelt sich also vom scheuen zum doch sehr offenen “geschöpf”. entwicklung.

LINK

herumgestapft wird…

geregnet ist geworden…

hinter nebelschwaden versteckt wird…

ausgeruht wird.

(1 comment)

das nachbar-scheißhäusl leuchtet in tollen, warmen farben…

home sweet home.