{"id":472,"date":"2009-03-25T13:36:00","date_gmt":"2009-03-25T19:36:00","guid":{"rendered":"http:\/\/mircomachine.tumblr.com\/post\/89772546"},"modified":"2009-03-25T13:36:00","modified_gmt":"2009-03-25T19:36:00","slug":"89772546","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.gerhardhofer.at\/?p=472","title":{"rendered":"viele antworten&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>&#8230;finden sich hierin. ich zitiere&#8230;<\/p>\n<p>&#8220;Mit dem Begriff \u00bbLiebe\u00ab wird leider sehr viel Schindluder getrieben &#8211; nicht nur mit diesem Wort, sondern vor allem auch mit diesem Gef\u00fchl. Wir wollen nicht nur von Liebe und \u00fcber die Liebe reden, sondern Liebe zum anderen Menschen f\u00fchlen, denn wenn wir das f\u00fchlen, sind wir gl\u00fccklich und innerlich erf\u00fcllt. Es schwingt ein Sinngef\u00fchl mit, das Kraft und Energie vermittelt. Wir f\u00fchlen uns durchstr\u00f6mt von einer energievollen Lebendigkeit, wir f\u00fchlen uns wach, seinsnah, getragen, erf\u00fcllt, begl\u00fcckt, kreativ, selbstbewusst und dennoch innerlich ruhig, beruhigt, befriedet und vollfreudigem Tatendrang. Zu lieben ist gut und gesund, das f\u00fchlen wir, es ist wahr und richtig.<\/p>\n<p>Dieses wunderbare Gef\u00fchl, im Sein sicher geborgen zu sein, ist f\u00fcr viele aufs allerh\u00f6chste gef\u00e4hrdet, sobald sie es einem anderen Menschen schenken, wenn er es durch seine Existenz ausgel\u00f6st hat. Wird dieser Mensch damit umgehen k\u00f6nnen? Das ist dann oft die\u00a0bange Frage. Er muss es nicht unbedingt erwidern &#8211; das k\u00f6nnten wir noch hinnehmen. Aber: Wird er es auch nicht missbrauchen? Wer erf\u00e4hrt, dass er geliebt wird, wei\u00df, dass damit ein anderer Mensch in eine besondere \u00bbBeziehung zu ihm\u00ab tritt.<\/p>\n<p>Er kann nun diese Liebe dankbar annehmen und wird\u00a0 gl\u00fccklich sein, wenn er selbst liebt. An dieser Stelle muss ich nun aber feststellen, dass der Umgang mit den Liebesgef\u00fchlen oft leider nicht so unproblematisch gl\u00fccklich und begl\u00fcckend verl\u00e4uft. Zu lieben und geliebt zu werden verf\u00fchrt auch zu einem\u00a0 Machtverh\u00e4ltnis. Wer liebt, liefert sich schutzlos aus, er ist verletzlich, und wer geliebt wird, hat Macht \u00fcber diese Verletzlichkeit &#8211; er kann den anderen manipulieren. Die Liebe, das Gesunde und Gute dieses Gef\u00fchls, wird so zu etwas sehr Gef\u00e4hrdetem. Der Liebende ist in der Gefahr, sich aufzugeben, der Geliebte (die Geliebte) ist in der Gefahr, dies auszunutzen. Das Gesunde ist in Gefahr, in die Erkrankung zu st\u00fcrzen, denn die seelischen N\u00f6te und leidvollen Anspannungen lauern auf den Liebenden, wenn das Subjekt seiner Liebe damit machtgierig manipulierend umgeht: \u00bbWenn du mich liebst, dann solltest du aber morgen Zeit f\u00fcr mich haben. Nun habe ich mich auf dich eingelassen, dann solltest du dich aber auch auf mich einlassen. Ich gebe mich deiner Liebe hin, also m\u00f6chte ich, dass du dich auch ganz hingibst, wie ich es w\u00fcnsche und erwarte.\u00ab&#160;So beginnt ein Reigen der Manipulation.<\/p>\n<p>Das kostbare Gef\u00fchl der Liebe kann zur Erpressung und Unterdr\u00fcckung argumentativ eingesetzt werden. Zuerst liebt man sich nur, voller Achtung, Aufmerksamkeit, z\u00e4rtlicher Ber\u00fchrung des anderen, man gibt frei und dankbar gerne, aber sehr schnell geschieht eine Umwandlung in einen Beziehungsprozess, der dazu f\u00fchrt, dass pl\u00f6tzlich \u00bbRechte\u00ab und \u00bbPflichten\u00ab eingefordert werden. Die Liebe bewundert und\u00a0 ber\u00fchrt nur, die Beziehung aber schaut auf das Bekommen. An einem labilen Punkt jeder Liebe neigt sich die Waagschale, und es beginnt ein Ziehen: Du ziehst an mir, ich an dir. Wer ist st\u00e4rker, derjenige, der mehr, oder derjenige, der weniger liebt? Wenn wir so mit der Liebe umgehen &#8211; die dann keine mehr ist -, nimmt die Trag\u00f6die ihren Lauf. Ein Freund sagte zu\u00a0 mir einmal: \u00bbWarum muss das, was so wunderbar begann, oft so schrecklich enden, in Kampf, Streit und Beleidigung?\u00ab&#160;Es liegt daran, dass wir mit dem\u00a0 Gef\u00fchl der Liebe leider oft nur st\u00fcmperhaft umgehen k\u00f6nnen. Wir haben dar\u00fcber nichts gelernt. Wir lernen in der Kindheit und Jugend oft nur an scheiternden Vorbildern der Eltern. Wir sehen um uns herum nur Macht- und \u00a0 Beziehungsk\u00e4mpfe. Wir wagen deshalb oft nicht mehr, ganz selbst\u00e4ndig, frei und unbeeinflusst damit umzugehen.<\/p>\n<p>Wir beginnen \u00fcber \u00bbunsere Liebe\u00ab nachzudenken. Das Gef\u00fchl wird vom Denken umlagert und eingekreist, und das Denken beginnt seine destruktive Arbeit. Ich sage deshalb immer wieder: Sobald sich das Denken einmischt, ist die Liebe aufs h\u00f6chste gef\u00e4hrdet, beginnt sie durch das Denken in ein Beziehungsmuster einzutreten, und ist dadurch schnell dem Untergang preisgegeben. Fast alle Liebesprobleme lassen sich auf Denkprobleme zur\u00fcckf\u00fchren, denn sobald das Denken einsetzt, beginnen wir mit Verbalisierungen etwas zu fassen, was sich mit Worten nicht fassen l\u00e4sst. Liebe ist F\u00fchlen, Liebe entfaltet sich jenseits der Worte. Sobald die Worte\u00a0auftauchen, beginnt sehr rasch auch der Streit um Worte. Deshalb sagen emotional liebesf\u00e4hige Menschen: \u00bbLass uns nicht dar\u00fcber reden\u00ab, denn sie sp\u00fcren die Gefahr, nun \u00bbdas Gef\u00fchl zu\u00a0 zerreden\u00ab.<\/p>\n<p>Wir leben aber in einer Gesellschaft, in der die Menschen reden, reden, reden. Die wirklich Liebenden aber schweigen innig versunken. Sobald das Reden dar\u00fcber beginnt, ist das Ende nahe. F\u00fchlen ist das Lebendige, Denken und Worte sind Werkzeuge, die das Lebendige erdrosseln, erstechen, einsperren und zerst\u00fcckeln. Analyse bedeutet Zergliederung und damit oft Zerst\u00f6rung. Das Zerst\u00f6rte wird zu einer gro\u00dfen Entt\u00e4uschung. Aus dieser Entt\u00e4uschung heraus werden wir b\u00f6se. Das Geliebte (aber Zergliederte) wird dann beleidigt. Diese Beleidigung ist ein gro\u00dfer Schmerz f\u00fcr beide. Auch der Beleidiger f\u00fchlt den Schmerz, und auch er ist ungl\u00fccklich. Diese Zerst\u00f6rung ist meist eine Zerst\u00f6rung f\u00fcr immer.<\/p>\n<p>Ich sehe nur einen Ausweg, n\u00e4mlich zur\u00fcckzugehen zum Ursprung &#8211; und der war der andere Mensch als Fremdling, geachtet und der Aufmerksamkeit wert in seiner Fremdheit. Wir m\u00fcssen deshalb Fremdheit, Einsamkeit und Freiheit des anderen achten, um die Liebe zu erhalten.&#8221;<\/p>\n<p>puh, kneipp&#8217;s badekristalle &#8220;muskel aktiv&#8221; stinken!<\/p>\n<p>der gebadete mm<\/p>\n<p>(2 comments)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;finden sich hierin. ich zitiere&#8230; &#8220;Mit dem Begriff \u00bbLiebe\u00ab wird leider sehr viel Schindluder getrieben &#8211; nicht nur mit diesem Wort, sondern vor allem auch mit diesem Gef\u00fchl. 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